Vom Drama zum Glücksgefühl.

Lass negative Gefühle los und lass die positiven wachsen ...

... genau das sagte ich mir gestern, als Dinge auftauchten, die mir gerade nicht ins Leben passten. Doch ist das wirklich so einfach?

 

Es gibt Dinge die wir nicht beeinflussen können. Auch diese Dinge gehören zum Leben dazu und sind unsere besten Lehrer. Wir müssen sie annehmen wie sie kommen ... und das kann manchmal ganz schön schwer sein, wenn Stressgefühle durch den Körper fluten und den Kopf mit Sandsäcken blockieren. Wir bekommen ein Bein gestellt, liegen am Boden, müssen uns wieder auf die Beine stellen und einen neuen Weg finden. 

 

Ich war verzweifelt, da in der letzten Zeit so einiges in meinem Haushalt keine Lust mehr auf seinen Alltag hatte und seine Arbeit einstellte.

 

Nun war mein lieber Computer dran, den ich erst vor einem Jahr teuer gebraucht gekauft hatte und der mich täglich bei meiner Arbeit unterstützte. Er hatte keine Lust mehr seine Arbeit im Eiltempo zu erledigen. Er zog den Chillgang vor und bremste von Tag zu Tag etwas mehr. Ich machte mir Sorgen und so fuhr ich gestern mit ihm zum Doktor. Als ich dort mit meinem schön verpackten Computer eintraf ... auch dies war eine Herausforderung für mich gewesen, da der Karton anfangs zu klein für Computer und Verpackungsmaterial war ..., sagte der Doktor zu mir, ich solle ihn erst mal platt machen und alles neu installieren. Wenn  das nicht funktioniert, solle ich wieder kommen.

 

Verblüfft fragte ich noch mal nach, ob er sich sicher sei. Ob das wirklich helfen kann. Sein Kollege hatte mir am Telefon zuvor etwas anderes gesagt. Er wollte sich das Gerät anschauen und vermutete einen defekt der Festplatte. Diese wollte er ersetzen. Zwei Aussagen, zwei Meinungen...

 

Verwirrt und innerlich noch etwas mehr negativ aufgeladen, fuhr ich samt meines Computers wieder nach Hause. Ich ärgerte mich, da ich umsonst dorthin gefahren war und auch der Verpackungsaufwand mir meine Zeit geraubt hatte.

 

Zeit die mir eh schon für meine Arbeit fehlte ...

 

Wieder zu Hause eingetroffen, wollte ich mit der Therapie starten. Ich hatte mir verschiedene Videos bei YouTube angeschaut und dachte mir: "Das kriege ich hin!" 

 

Doch das gefiel meinem Schätzchen scheinbar gar nicht. Er machte komplett schlapp. Er streikte und ließ sich nicht mehr richtig hochfahren, machte kurz vorm Ziel eine Pause und fror ein. Gefühlschaos in mir. Vorher noch voller Freude, dass er bald wieder ganz gesund sei und dann das ... Purer Stress in meinem Kopf und meinem Körper ... will er mich jetzt ganz verlassen und das wo wir uns doch erst vor einem Jahr gefunden haben. Wir haben uns doch gerade erst so richtig aneinander gewöhnt. ...

 

Unsere Gefühle verändern sich ständig.

Sie sind nie gleich, nie von Dauer und können es uns manchmal ganz schön schwer machen, wenn wir nicht verstehen, was sie uns sagen wollen.

 

Das komplette Leben ist ein durchgehender Veränderungsprozess und somit auch unsere Gefühle. Geht es uns an einem Tag so richtig schlecht, reicht es manchmal eine Nacht darüber zu schlafen und wir stehen voller guter Laune am nächsten Tag wieder auf und wundern uns, warum wir am Vortag aus einer Mücke einen Elefanten gemacht haben. Manchmal brauchen wir nur einen Song hören oder ein uns wichtiger Mensch ruft unerwartet an und schwups ist das Drama für eine Weile verschwunden oder manchmal auch für immer.

 

Momentan ist die Mücke bei mir zwar noch ein Elefant aber die Gefühle haben sich um 180 Grad gedreht und somit ist es doch irgendwie eine Mücke. Doch diese Veränderung kam nicht durch Schlaf. Ich schaltete die Funzel ein ...

 

Warum sich meine Gefühle drehten erfährst Du, wenn Du weiter liest.

 

Manchmal äußern wir einen sehr kleinen Wunsch gegenüber einem Menschen ...

... und ein ganz großer Wunsch geht plötzlich in Erfüllung.

 

Als mich eine Freundin fragte: "Was kann ich Dir denn mal Gutes tun?", antwortete ich: "Ich würde so gerne mal wieder ein Pferd im Arm halten und den wunderbaren Geruch - ja ich liebe den Geruch von Pferden - wahrnehmen. Sie sagte: "Nichts leichter als das. Wir vereinbaren einen Termin und Du kommst zum Reiten." Ich war erst mal sprachlos. Mal wieder auf einem Pferderücken sitzen ... eine wunderschöne Vorstellung. Glücksgefühle durchströmten meinen Körper.

 

Heute war es soweit. Spontan habe ich mir einen Tag Urlaub gegönnt, denn sie hatte Feiertag und lud mich ein. Ich wollte mich auf den heutigen Tag so richtig freuen und wurde durch die verzweifelten Gefühle wegen meines kranken Computers geblockt. Ich wusste, wenn ich versuche das Negative zu verdrängen, wird sich alles in meiner Gedankenwelt genau darauf fokussieren und immer stärker werden. Am Ende wird es mir all meine Freude nehmen.

 

Du kennst ja bestimmt den Rosa Elefanten? Wenn Du nicht an ihn denken sollst, ist er direkt vor Deinen Augen zu sehen.

 

Ich schaltete die innerliche Lampe an und nahm meinen Beobachtungsposten ein. Ganz genau schaute ich mir meine auftauchenden Gedanken an, ohne sie zu bewerten. Ich beobachtete in meinem Körper wo genau sie eine Reaktion auslösten. Welche Gefühle wirbelten in mir herum und wo genau? 

 

Spotlight an!

Der Lichtstrahler fixierte jedes stressige Gefühl in mir. Es wurde so lange beleuchtet, bis dessen Kraft abnahm. Manchmal wurden sie erst stärker und manchmal ließ die Kraft direkt nach. Ich entspannte mich immer mehr und das Durcheinander in meinem Kopf veränderte sich, die Sandsäcke verschwanden und die Straßen waren wieder frei und liefen in geregelten Bahnen. Die Angst und somit auch der Stress verließen nach und nach meinen Körper. Ich bedankte mich, dass ich heute wieder dazu lernen durfte und hatte jetzt endlich Platz für die Vorfreude. Richtig viel Platz...

 

Mein Gesicht begann zu strahlen, innerlich fühlte ich mich richtig entspannt und frei. Die ersten Glücksgefühle tauchten auf.

 

Sportsachen an und ab ins Auto. Zündschlüssel umgedreht und das Radio gab die ersten Laute von sich. Der Song: "An guten Tagen" füllte mein Auto mit zusätzlicher positiver Energie und die Glücksgefühle wurden stärker. Lauthals singend fuhr ich meinem Ziel entgegen und schon war es da, ein durchgängiges Strahlen im Gesicht ... man könnte es auch Grinsen nennen ... und ich fühlte mich ab dem Moment richtig gut.

 

Und so steigerten sich meine positiven Gefühle den ganzen Tag immer mehr. Ich freute mich meine Freundin mal wieder zu sehen. Als ich ihr Pferd kennenlernte, freute ich mich. Als ich es in den Arm nahm, freute ich mich und als ich dann auf ihm saß, freute ich mich. Ich genoss es die Natur mal aus einer neuen Perspektive beobachten zu dürfen. Ich war durchweg im JETZT. Immer eine Schüppe an guten Gefühlen oben drauf. Was für ein Tag! Die Gefühle steigerten sich von gut zu sehr gut, von sehr gut zu sehr sehr gut, von sehr sehr gut zu sehr sehr sehr gut, etc. ... 😃.

 

Ich bin meiner Freundin so dankbar für diesen wunderschönen Tag. Das war das schönste Geschenk, was sie mir machen konnte. Und ich weiß aus Erfahrung: Hätte ich den Stress, meine Sorgen, meine Angst und meine körperlichen Reaktionen vorher nicht beleuchtet, dann hätte ich den heutigen Tag anders erlebt, da die negativen Gedanken sich immer mal wieder bemerkbar gemacht hätten. So nach dem Motto: Hallo, vergiss mich nicht, ich bin auch noch da. Fang mal wieder an Dir Gedanken über mich zu machen. ...

Kennst Du das vielleicht auch in Deinem Leben, dass Deine Gedanken Dir den eigenen Tag vermiesen ...

... obwohl es hätte so schön sein können?

 

Wenn ja, stell doch mal das Spotlight an!

Spürst Du negative Gedanken und Gefühle in Dir? Schüttle sie nicht einfach nur ab oder verdränge sie. Lauf nicht vor ihnen davon. Probiere es mal mit Konfrontation. Du bist stärker als sie, Du musst es ihnen nur zeigen. Wie sollen sie es sonst begreifen.

 

Beobachte sie so lange bis sie kleiner werden und lass sie ziehen. Bedanke Dich im Anschluss bei Ihnen für das, worauf sie Dich aufmerksam machten, was sie Dir sagen wollten. Hört sich für Dich vielleicht erst mal etwas verrückt an aber verrückt sein kann glücklich machen. Und alles was im Satz nach dem aber steht, ist das was zählt. Den ersten Teil des Satzes kannst Du immer getrost streichen.

 

Wichtig: Erzwinge nichts! Kämpfe nicht! Entspanne und schau sie an. Bewerte keinen Gedanken der auftaucht, sondern sag ihnen Guten Tag. Sag ihnen: Schön, dass Du da bist und ich von Dir lernen darf. Bedanke Dich das sie sich gezeigt haben und lass sie weiterziehen. Einfach nur beobachten und warten was passiert, ohne Druck. Lerne Dich und Deine Gedanken immer besser kennen. 

 

Ich wünsche Dir ganz viele Glücksmomente!

Wichtig!

Erzwinge nichts! Kämpfe nicht! Entspanne und schau sie an. Bewerte keinen Gedanken der auftaucht, sondern sag ihnen Guten Tag. Sag ihnen: Schön, dass Du da bist und ich von Dir lernen darf. Bedanke Dich das sie sich gezeigt haben und lass sie weiterziehen. Einfach nur beobachten und warten was passiert, ohne Druck. Lerne Dich und Deine Gedanken immer besser kennen. 

Ich wünsche Dir ganz viele Glücksmomente!